Freitag, 10. Dezember 2010

(Titicaca)See soweit das Auge reicht

Wer kennt nicht aus dem Geographieunterricht den Titicacasee!? Hoch, groß und irgendwo in Südamerika sollte er sein, aber vorstellen konnten wir es uns mit dem ersten Blick auf den See. Und JA, er ist hoch, denn wir atmeten kurz auf 3.808 Metern Höhe, und groß (8.400 qkm), denn wir fuhren stundenlang mit dem Bus am Ufer entlang und überquerten sogar die Landesgrenze von Peru nach Bolivien und das frei mit Pumafelsen übersetzte Gewässer war scheinbar überall.

Doch nicht nur das Ufer, sondern auch der Titicacasee selbst ist Lebensraum. Vom peruanischen Puno aus besuchten wir die „Schwimmenden Inseln“. Aus Schilf künstlich angelegt boten sie damals vor kriegerischen Zuständen fliehenden Inkas Schutz und bewahren heute eine alte Kultur. In einer von ca. 100 „Schilfwohngemeinschaften“, in denen jeweils 20 bis 30 Personen, Uros genannt, leben, durften wir in Hütten und Kochtöpfe schauen, „Schilfbanane“ probieren und Krissi wurde neu eingekleidet.



Hoch aus dem See ragen auch einige „echte“ Inseln und wir entschieden uns die bolivianische Isla del Sol, auf der vor ca. 900 Jahren mit Manco Capac und seiner Schwesterfrau Mama Ocllo die Inka-Legende ihren Anfang nahm genauer unter die Lupe zu nehmen.

Für die Inkas ist die Insel die Geburtsstätte der Sonne. Sie begrüßte uns nach einer heftigen Gewitternacht und begleitete unsere Inselbegehung. Der geplante Spaziergang weitete sich zu einer achtstündigen Wanderung aus und als wir die Chincana Ruinen erreichten fühlten wir uns ein wenig wie das Inkapaar, denn wir waren lediglich von Wasser, Felsen und Wind umgeben.

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