Erstmals machten wir Urlaub in „großer Gruppe“ und bestellten in Restaurants Tische für elf. Wir teilten uns mit Theresa, Uwe, Laurenz und Ruben eine Ferienwohnung und unsere volljährigen, gardaseeerfahrenen Mitbewohner ersetzten uns mit vielen Ideen für die Erkundung der Umgebung den Reiseführer. Ausflugsziele waren: der Gipfel des Monte Baldo per Gondel, welcher Ausblicke bis auf die schneebedeckten Alpengipfel bot, kristallklare Bergseen (Lago di Ledro und Lago di Tenno), das sehr fotogene Malcesine, sowie das am Ende der Ponale-Militärstraße gelegene Bergdorf Pregasina, Riva, Torbole... Nur einmal vertat sich „die Reiseleitung“ und wir sahen die Burg von Arco nur von Weitem, erkundeten dafür aber ein nahe gelegenes Gewerbegebiet zu Fuß ;).
Nicht nur für die Augen, sondern auch für Genüsse des Gaumens sorgten wir. Von Grillmeister Uwe zubereitete, frisch aus den Bergen per Bike angelieferte Lachsforelle, Spinatklößchen in Salbaibutter, Ravioli mit Alpkäse und Wallnüssen, das jeweils anders aber immer grandios schmeckende Tiramisu, Käse aus den Bergen mit Chiabattabrot und der obligatorische Espresso waren unsere Favoriten. Das wir täglich mindestens einmal Eis schleckten brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr erwähnen, aber das dieses im Cafe Flora mindestens genauso gut schmeckte wie damals in Buenos Aires. In geselliger Runde und besonderen Lokalitäten z. B. auf kleiner Piazza direkt am See in Malcesine, im Gewölbe eines Weinguts oder am Steinofengrill unter freiem Himmel genossen wir besonders.
Fahrradbegeisterte können am Lago die Füße natürlich nicht still halten und so erstrampelten Uwe und Martin einige Kilometer und Höhenmeter während Zoe erstmals im Kindersitz chauffiert wurde. Wasserbegeisterte nutzen das Nass natürlich unabhängig von dessen Temperatur und auch alle anderweitig Bewegungsbegeisterten kommen im und am Gardasee auf ihre Kosten.
Nach dieser ereignisreichen aber italienisch süßen Woche nahmen wir in unserem ohnehin vollgepackten Auto neben Olivenöl und Wein, die Erfahrung, dass Reisen in großer Gruppe nicht unanstrengend, aber facettenreicher und lustig ist, auch die von „der Reiseleitung“ zahlreich interpretierten Kinderlieder als Ohrwürmer mit.
Da es uns noch nicht gleich nach Hause zog, legten wir eine Nacht im Allgäu als Zwischenstopp ein und landeten sonntags, nur eine Woche von Zoes erstem Geburtstag entfernt, wehmütig aber entspannt in unserer Einflugschneise.
Da es uns noch nicht gleich nach Hause zog, legten wir eine Nacht im Allgäu als Zwischenstopp ein und landeten sonntags, nur eine Woche von Zoes erstem Geburtstag entfernt, wehmütig aber entspannt in unserer Einflugschneise.





























