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Dienstag, 5. April 2011

Islandhopping is top!

Von Grenada schipperten wir über Carriacou, Union Island nach St. Vincent mit Fähre, Postboot und Schnellfähre einige Seemeilen durch die südliche Karibik. Jede Insel zog uns für einige Tage mit ihrem jeweiligen Flair an Land und wir ergaben uns diesem mehr als bereitwillig.


In Grenada waren wir direkt auf dem Hafengelände bei einer resoluten Mama untergebracht. Wir schlenderten durch die bergige Hauptstadt Georgetown, sahen die Festung sowie diverse Steinkirchen und plauderten länger mit einer ausgewanderten Österreicherin über Inselneuigkeiten, ihr „Schnitzelhaus“ und Reisen. Der Grand Anse Beach haute Krissi direkt von den Socken, Martin genoss nach ausgiebiger Planscherei eine Aloe Vera Massage direkt am Strand.


Kurz nach unserer Ankunft in Carriacou kämpften wir uns bereits über Trampelpfade durch dichten Dschungel und erreichten schließlich einen einsamen Strand, der uns mit kristallklarem Wasser, weißem Sand und dichtem Mangrovenwald begrüßte. An diesen kommen nachts die Schildkröten um ihre Eier abzulegen, damit von hier aus neues Leben ins Meer eintauchen kann. Sonntag früh beobachteten wir von unserem Balkon, mitten im verschlafenen Hillsborough, wie schick gekleidete Kirchgänger mit der Bibel unterm Arm Besorgungen erledigten, einfach plaudernd oder singend auf den Bus warteten. Dann zog es uns an den „Paradise Beach“, der seinem Namen alle Ehre macht und beendeten unseren Tag später mit einem Imbiss genau zur richtigen Zeit, die Sonne stieg gerade ins Wasser.


In Union Island bezogen wir für fast sechs Tage ein Honeymoonhäuschen in einem palmenbewachsenen Garten, der bis ans Wasser reichte. Auf der Veranda ließen wir die Seele baumeln und aßen eigene Kochversuche mit der Klangkulisse des rauschenden Meeres. Für ein wenig mehr Aktivität lieh Martin ein batterieunterstütztes Rad und erkundete mit nach zehn Minuten ausgefallener Batterie die wenigen Inselstraßen. Gleich um die Ecke zu dieser Idylle setzt Mutter Natur mit weiteren Inseln z. B. Palm Island, Mayreau und den Tobago Keys noch eins drauf.


Die zwei Gesichter St. Vincents offenbarten sich uns an der rauen Ostküste mit schwarzem Strand und heftigen Wellen sowie an der Westküste, ruhiger und gesäumt von Buchten. In der Walilalu Bay, einer der Filmkulissen von „Fluch der Karibik I & II“ schnorchelten wir am Riff entlang. Unseren Pausenkeks genossen wir auf einer Bank vor dem wohl kleinsten Wasserfall, den wir bisher gesehen haben. Seine Größe hat die Einheimischen jedoch nicht davon abgehalten, hier einen Nationalpark zu errichten.


Unsere Lebensgeschwindigkeit an die Ruhe und Gelassenheit der Inselbewohner angepasst, verbrachten wir eine wunderschöne Zeit, die rasend schnell verging. Wir freuen uns bereits jetzt, wenn wir das nächste Mal ein Boot besteigen und in diesen Breitengraden segeln können.

Zu Fuß konnten wir in der Morgendämmerung zum Flughafen von St. Vincent, um von hier mit Frühstücksstopp auf Barbados Segel Richtung Jamaika zu setzen.