Sonntag, 13. August 2017

Sommerurlaub 2017 – Poo/ula

Aufgrund erster Kitaschließzeit während der Sommerferien packten wir in einer vollen Arbeitswoche Taschen, Essen und Kindergefährte ein, um mit nächtlichem Start Richtung Kroatien aufzubrechen. Für die gut 1.000 Kilometer sollten wir entgegen optimistitischer Angaben des Navigationssystems über fünfzehn Stunden im Auto sitzen und uns durch Deutschland, Österreich, Slovenien schlängeln, um zum frühen Abend in unserem Ferienhaus bei Pula auf der Halbinsel Istrien zu landen. Hier angekommen weihten wir den Pool ein, relativierten damit einen Teil der Anreisestrapazen und es zeichnete sich ab, dass wir in diesen fetzig feuchten ca. 40 Kubikmetern die kommenden vierzehn Tage einige Zeit verbringen würden.

  
  
  
   
  
  

Der Sonntag begann etappenweise mit den Aufstehzeiten unserer Kinder und planschte gemütlich in den Nachmittag hinein, an dem wir Pula in wenigen Schritten erkundeten, ein erstes Urlaubsutensil (Strohhut) kauften, das erste Eis schleckten und nach einem „OK-Abendbrot“ in unser Kleinod zurückkehrten, um den Tag chillig ausklingen zu lassen.

  

Dieser ruhige Beginn in kleinerem Radius symbolisierte den ersten Teil unserer „Ferien“. Die Vormittage gehörten dem „Schwimmkurs“ der großen Mädels, in dem sie Fortschritte über das Seepferdchen hinaus erwarben und Ava endgültig zur Wasserratte mutierte und immer wieder „mehr schwimmen“, „mehr springen“, jeweils unterbrochen durch exzessives Duschen, einforderte.

  

In Gruppe erkundeten wir die Umgebung mit Auto und Boot, waren vom „ballermannartigen“ Mendulin eher abgeschreckt, dafür vom felsigen Prematura-Strand begeistert. Letzteren steuerten wir in unserer Zeit am häufigsten an.

  
   
    

Die Abende auf der Terrasse gehörten selbst bereiteten, kulinarischen Freuden. Insbesondere der gegrillte Fisch, Carbonara und Scampinudeln überboten die bis dato erlebte kroatische Küche. Außerdem spielten wir uns durch die "waldische" Gesellschaftsspielsammlung, beantworteten weltbewegende Fragen wie z. B. ob Darvin schon gescrabbelt hat und konnten auch unsere Begeisterung für Rommé teilen. Table Talk blieb hierbei im Rucksack, da es allerlei Alberei und Gesprächsstoff gab.

Auch fiel für uns ein "Saturday Night out" ab. Wir schlenderten vorbei am Collosseum, mit Radler zur Burg von Pula hinauf und spazierten „wie in alten Zeiten“ durch das quirlige Treiben. Kurz nach Mitternacht (!), landeten wir wieder in unserem Ferienhaus, wo alle schon schliefen.

  

Unsere „Land & Leute Tage“ führten uns die Westküste entlang in die fotogenen Küstenstädtchen Rovinij und Porec und zum leckersten Fischessen am Limski Kanal.

  
  
   
   
   
  
  
  

An der Ostküste Istriens flanierten wir über die längste, mondän, felsige Uferpromenade Opatijas und verbrachten einen sehr schönen Tag, der uns erst in den Abendstunden auf die Küstenstraße gen temporärem zu Hause entließ.

   

Im Inneren der Insel um das Touristenstädtchen Motovun entdeckten wir einige Gaumenfreuden in Form von Olivenöl, Weißwein und Trüffelpasta. Auf der Burg Motovun trällerte Ava ein munteres „Auf der Mauer, auf der Lauer“ und uns schwitzten dabei ein wenig die Hände.

   
    
  

Zwischendurch ruhten, tobten, spielten, aßen und tranken wir, meist nur in Badeklamotten bekleidet, in und an unserem Pool, welcher unweigerlich fest verbunden ist mit unseren Istrien-Urlaubserinnerungen. Die überschaubare Halbinsel war für uns landschaftlich eher wenig aufregend, dem gegenüber stachen glasklares blaues Wasser, unterschiedlichste feine Buchten und süße Städtchen venezianischen Stils heraus. Der für unsere Verhältnisse Kurzurlaub war vor allem in der Konstellation mit den „Ameisenbergern“ super passend und unseren Pool verließen wir nur ungern.

Bevor es durch die Nacht nach Hause ging, machten wir noch einen Stopp am Gardasee bei den campenden Ingolstädtern. Hier hatten wir uns so viel zu erzählen, dass Ava für eine gute halbe Stunde allein den Zeltplatz erkundete, ohne dass wir es bemerkten. Dem lieben italienischen Pärchen, welches sie einsammelte und dass die gerufene Polizei noch nicht da war sei gedankt. Auf dem Weg zum besten Eis der Welt sprangen die Jungs noch von der Brücke und bevor wir uns wieder auf den Weg machten, genossen wir noch Pizza unter Sternenhimmel am Strand.