Balkanexpress hieß der Zug und der Name war Programm auf dem Weg von Sofia nach Venedig. Als Ergebnis von überraschend verlangten Extragebühren ohne Quittung bei der bulgarischen Bahnbeamtin richteten wir uns komfortabel in unser Zweierschlafabteil ein und fanden abwechselnd keinen Schlaf. Während Kristin bis zur mitternächtlichen Grenzkontrolle in Kapikule, Türkei aufgekratzt und munter war, fand Martin nach der Grenze keinen Schlaf mehr, denn der Zug schunkelte und sprang in den Gleisen wie Menschen zu Volksmusik auf dem Balkan. Der Regen war uns vorausgeeilt und hatte die Gleise unterspült. Deswegen kamen wir im Morgengrauen in den Genuss einer Busfahrt die dank des Fahrers ebenso draufgängerisch und hektisch wie die vorangegangenen Zugkilometer waren - türkische Musik in voller Lautstärke inklusive - Merhaba!
Samstag, 26. Juni 2010
Freitag, 25. Juni 2010
Sofia
Im Zug nach Sofia gab es ausschließlich einen sehr voll besetzten Raucherwagen. Martin wählte unter Kristins kritischem Blick das Abteil mit einem alten serbischen, einige Brocken Deutsch sprechenden, Professor, der sich 2 Schachteln Zigaretten als Wegproviant bereit gelegt hatte. Martin vertiefte sich augenblicklich in eine intensive Diskussion über Geographie…;) Unsere Runde wurde später ergänzt durch ein bulgarisches Ehepaar: sie, die Verwalterin des Essens in Plastetüten, und er, Herrscher und Bezwinger einer 2-Liter-Plastebierflasche. Begrüßt wurden wir mit einem sehr herzlichen Lachen, welches bei ihm ein komplett silberblinkendes Gebiss zum Vorschein brachte. Dankend lehnten wir das angebotene Bier ab und teilten lieber Nüsse und Waffeln auf der 10-stündigen Reise. Alles nicht mehr Benötigte wurde gegen unsere ‚ekologisky‘ Bedenken durch das offene Zugfenster entsorgt.
Die in Belgrad gewonnene Gewissheit in Südosteuropa angekommen zu sein, vertiefte sich in Sofia. Gebäude, Plätze, Skulpturen erinnern äußerlich noch an die Zeiten des Ostblocks, jedoch Konsumgüter im Überfluss, Kneipen und Kaffees in westlichem Stil sowie zahlreiche internationale Reklametafeln zeugen vom Umbruch.
Die in Belgrad gewonnene Gewissheit in Südosteuropa angekommen zu sein, vertiefte sich in Sofia. Gebäude, Plätze, Skulpturen erinnern äußerlich noch an die Zeiten des Ostblocks, jedoch Konsumgüter im Überfluss, Kneipen und Kaffees in westlichem Stil sowie zahlreiche internationale Reklametafeln zeugen vom Umbruch.
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Bulgarien
Mittwoch, 23. Juni 2010
Belgrad
Im Nachtzug nach Belgrad wurde unser Schlaf gefühlt stündlich durch hektisches Geklopfe der Grenzbeamten Sloweniens, Kroatiens und Serbiens unterbrochen. Im Morgengrauen graute es uns beim Anblick serbischer Dörfer, denn kriegsähnliche Schauplätze zogen am Fenster unseres Zugabteils vorbei und wir stellten unseren Stopp in Belgrad in Frage. Entdeckungslust und Neugier lockten uns jedoch ins regnerische, gerad erwachende Belgrad, in dem ein Morgenspaziergang unsere Zweifel zerstreute. Den Tag beschlossen wir mit der Erkenntnis, dass der erste Eindruck manchmal so unbeständig ist wie das Wetter im Juni.
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Serbien
Dienstag, 22. Juni 2010
Ljubljana
Die Landschaft Sloweniens hat uns sehr angenehm überrascht. Die grünen, ungerührt wirkenden Berge laden schon vom Bus aus zum Wandern und Radfahren ein. Slowenien ist damit auf unserer Liste „Urlaubsländer“ notiert.
Trotz Nieselregens lädt uns Ljubljana vom ersten Augenblick an mit seiner jungen, kreativen Ausstrahlung zum Wohlfühlen und Verweilen ein. Angetan von der Leichtigkeit dieser Stadt schlenderten und erkundeten wir bei Sonnenschein einen ganzen Tag lang die lebendig bunte Hauptstadt Sloweniens und gaben uns unserer Kaffeetrink- und Eiseßlaune hin.
Trotz Nieselregens lädt uns Ljubljana vom ersten Augenblick an mit seiner jungen, kreativen Ausstrahlung zum Wohlfühlen und Verweilen ein. Angetan von der Leichtigkeit dieser Stadt schlenderten und erkundeten wir bei Sonnenschein einen ganzen Tag lang die lebendig bunte Hauptstadt Sloweniens und gaben uns unserer Kaffeetrink- und Eiseßlaune hin.
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Slowenien
Montag, 21. Juni 2010
Venedig – Triest
Unabhängig von Fahrplänen und öffentlichen Verkehrsmitteln genossen wir unsere durch den Mietwagen gewonnene Freiheit mit der wir an der Adriaküste „entlangbrausten“ (Zitat Krissi: „Wir fahren grad dreistellig!“, während uns selbst LKW´s überholten). Italienische Strandliegeburgen wie Jeselo oder Bibione (Transalperinnerungen inklusive) nur anschneidend, fanden wir eine italienische Villa auf dem Lande, die uns in ihrer Ruhe und Romantik ausruhen ließ.
In Triest gaben wir unseren Mietwagen ab und fuhren mit dem Bus Richtung Ljubljana, Slowenien, und betraten für uns geographisches Neuland. Damit wechselten wir auch vom „Urlauber“ zum „Backpacker“ und führten ein Tagesbudget ein, welches wir bereits am ersten Tage großzügig auslegten.
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Italien
Samstag, 19. Juni 2010
Unsere erste Station - Stadt der Liebe (und des Schlafs)
Venedig – Stadt der Liebe, romantische Abendessen mit anschließendem durch die Kanäle schippern lassen… Ja, wir haben die meiste Zeit im Hotelbett verbracht, leider lag das an einem Magen-Darm-Infekt, der Martin seit dem Aussteigen aus dem Zug im noch menschenleeren, idyllischen Venedig plagt, täglich unsere Geduld und bei Martin im speziellen Gewicht fordert. So begann unsere Reise ruhig, mit einer Menge Schlaf und der Möglichkeit in unserem Hotel an einem Seitenarm des Canal Grandé durchzuatmen, von dem aus Martin den Weg zu Krissi auch ohne Karte fand. Aus der Kategorie Orientierungssinn bleibt noch zu erwähnen, dass wir auch auf dem direktesten Weg in unser Hotel am Markusplatz rauskamen ;)
Derzeit reisen wir mit einem Rucksack auf der Rücksitzbank und einem mit dem zweiten Rucksack voll ausgefüllten Kofferraum unseres allseits unter dem Namen „Elefantenschuh“ bekannten Fiats die Adiraküste entlang…
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Italien
Sonntag, 6. Juni 2010
Only one week to go!
Entspannung war früher...
...jetzt heißt es organisieren, das selbst hergestellte Chaos in Schach halten und in Form bringen :)
Unserer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt und wer nichts hat (z. B. einen Kleiderschrank), hat auch die Hände frei. Außerdem wozu gibts Hocker und ausrangierte Kleiderspinnen ;)

...jetzt heißt es organisieren, das selbst hergestellte Chaos in Schach halten und in Form bringen :)Unserer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt und wer nichts hat (z. B. einen Kleiderschrank), hat auch die Hände frei. Außerdem wozu gibts Hocker und ausrangierte Kleiderspinnen ;)
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