Wie der Mond voller wurde und damit den nächsten balinesischen Feiertag - Galungan - ankündigte, verflogen unsere Tage und mit unserer Ankunft in Sanur, in Flughafennähe, neigte sich unser erstes Reiseabenteuer zu dritt endgültig seinem Ende zu.
Vorbei an unzähligen Restaurants und Hotels, die sich mallorcaähnlich entlang einer gepflasterten Strandpromenade drängeln, ließ es sich zwar gut mit dem Buggy flanieren, aber wir stellten fest, dass unsere Herzen eher beim Schlendern durch den charmanten ursprünglicheren Stadtkern Sanurs höher schlagen. Das Meer, welches eindrucksvoll an einem vorgelagerten Riff bricht, bot aufgrund des Vollmondes nur bedingten Badespaß, da der Wasserstand maximal für Nichtschwimmer und Angler geeignet war. Hier ruhten wir noch einmal aus, staunten über Mimik und Gestik des Legong Tanzes und genossen Abendessen mit den Füßen im Sand.
Doch ein Ausflug zu einem welligen Tag am „white sandy beach“ war unser Highlight zum Abschluss.
Tag am Meer
Wir fuhren entlang kunstvoll geschmückter Straßen, durch ein Bali in Feiertagsstimmung. Anlässlich Galungan waren Balinesen in ihrer besten Kleidung entweder auf dem Weg in die unzähligen Tempel oder zu ihren Familien. Wir waren unterwegs zu dem Strand, den wir wenige Tage zuvor von Candidasa aus entdeckt hatten. Ein wunderbares Fleckchen Erde, wo malerisch in einer Bucht Warungs (kleine Restauranthütten) unter Kokospalmen liegen bis zu deren Stühlen das klare Wasser den weißen Sand spült. Mit kraftvollen Wellen schäumt das Meer in diese Bucht, wie um diese paradiesische Kulisse zu vervollständigen. In der Zeit, die wir nicht im Wasser verbrachten, tranken wir frisch gepressten Fruchtsaft, lagen im Schatten unserer Sonnenschirme, wurden massiert und genossen die sensationelle Küche unserer Gastgeberin bestehend aus dem Fang des Tages, den man direkt beim Fischer begutachten konnte. Unparadisisch schadenfroh beobachteten wir ausdauernd wie Bikinihöschen beim Fotoshooting verloren gingen oder Männer ihre Frauen in Wellen zogen, die diese dann böse verschlangen. Unsere Tribute an die Wellen waren Krissi's Sonnenbrille und ihr Haargummi.
Sonnenverbrannt, mit Sand in der Badehose, aber breit grinsend fuhren
wir links und bei hell leuchtendem Vollmond „nach Hause“, bereit bald wieder
rechts, auf Festland und Zoe ordnungsgemäß im Kindersitz angeschnallt zu fahren.