Freitag, 29. März 2013

Sanur

Wie der Mond voller wurde und damit den nächsten balinesischen Feiertag - Galungan - ankündigte, verflogen unsere Tage und mit unserer Ankunft in Sanur, in Flughafennähe, neigte sich unser erstes Reiseabenteuer zu dritt endgültig seinem Ende zu.

Vorbei an unzähligen Restaurants und Hotels, die sich mallorcaähnlich entlang einer gepflasterten Strandpromenade drängeln, ließ es sich zwar gut mit dem Buggy flanieren, aber wir stellten fest, dass unsere Herzen eher beim Schlendern durch den charmanten ursprünglicheren Stadtkern Sanurs höher schlagen. Das Meer, welches eindrucksvoll an einem vorgelagerten Riff bricht, bot aufgrund des Vollmondes nur bedingten Badespaß, da der Wasserstand maximal für Nichtschwimmer und Angler geeignet war. Hier ruhten wir noch einmal aus, staunten über Mimik und Gestik des Legong Tanzes und genossen Abendessen mit den Füßen im Sand.


Doch ein Ausflug zu einem welligen Tag am „white sandy beach“ war unser Highlight zum Abschluss.

Tag am Meer

Wir fuhren entlang kunstvoll geschmückter Straßen, durch ein Bali in Feiertagsstimmung. Anlässlich Galungan waren Balinesen in ihrer besten Kleidung entweder auf dem Weg in die unzähligen Tempel oder zu ihren Familien. Wir waren unterwegs zu dem Strand, den wir wenige Tage zuvor von Candidasa aus entdeckt hatten. Ein wunderbares Fleckchen Erde, wo malerisch in einer Bucht Warungs (kleine Restauranthütten) unter Kokospalmen liegen bis zu deren Stühlen das klare Wasser den weißen Sand spült. Mit kraftvollen Wellen schäumt das Meer in diese Bucht, wie um diese paradiesische Kulisse zu vervollständigen. In der Zeit, die wir nicht im Wasser verbrachten, tranken wir frisch gepressten Fruchtsaft, lagen im Schatten unserer Sonnenschirme, wurden massiert und genossen die sensationelle Küche unserer Gastgeberin bestehend aus dem Fang des Tages, den man direkt beim Fischer begutachten konnte. Unparadisisch schadenfroh beobachteten wir ausdauernd wie Bikinihöschen beim Fotoshooting verloren gingen oder Männer ihre Frauen in Wellen zogen, die diese dann böse verschlangen. Unsere Tribute an die Wellen waren Krissi's Sonnenbrille und ihr Haargummi.

Sonnenverbrannt, mit Sand in der Badehose, aber breit grinsend fuhren wir links und bei hell leuchtendem Vollmond „nach Hause“, bereit bald wieder rechts, auf Festland und Zoe ordnungsgemäß im Kindersitz angeschnallt zu fahren. 

Montag, 25. März 2013

Seitenwechsel nach Candidasa

Geographisch wechselten wir die Seite, selbst Martin stellte erstaunt fest, dass die Sonne auf der „anderen Seite“ untergeht. Das Meer konnten wir hier direkt vom Pool aus betrachten, da es direkt an die Poolwand brandete – spektakulär.


Diesen tollen Ort verließen wir nur einmal länger und zwar in Richtung Vergangenheit. In Tenganan, einem Bali Aga Dorf, konnten wir das Bali vergangener Zeiten, wie es hier von den ca. 760 Dorfbewohnern immer noch aktiv gelebt wird, entdecken. Beim Spaziergang auf der unasphaltierten Hauptstraße begegneten wir einigen Bewohnern und wurden später von unserem Guide in sein Haus gebeten. Die Küche erzählte Geschichten von Generationen und davon, dass Veränderungen hier von der Gemeinschaft bewusst gesteuert werden und damit ein anderes Tempo vorherrscht als außerhalb der Dorfgrenzen. Modern auf dem Moped verließen wir diese Welt wieder Richtung Zivilisation und nahmen uns ein wenig Ruhe im Herzen mit.

Freitag, 22. März 2013

AMED - Abseits Mit Eindrucksvoller Draufsicht

Meerblick vom Balkon, hausgemachtes Essen mit dieser Aussicht, Küstenstraße mit Vulkan- und Buchtenblicken, Schiffswrack und Riff vom Strand aus erschnorchelbar, Tourismus erst am Anfang, Ursprünglichkeit balinesischen Lebens greifbar, weißer Strand inmitten von Lavagestein…

Umgeben von unaufgeregtem balinesischen Alltag zogen wir unsere Bahnen die Küstenstraße entlang und ließen uns immer wieder gern in ihn hineinziehen. Sei es durch winkende und lachende Menschen, beim Benzinkauf aus der Plasteflasche, beim Durchfahren der sich für eine Beerdigung versammelnden Gemeinde, beim morgendlichen Beobachten der zurückkehrende Fischerboote oder beim Verspeisen des wohl besten Banana Pancackes der Insel. 

 
 

Bei unseren in Hotelangelegenheiten noch unerfahrenen und schüchternen, dadurch aber umso sympathischeren Gastgebern und auf unserem Balkon hätten wir es mit Sicherheit noch eine ganze Weile ausgehalten. Da Zoe allerdings in dieser ruhigen Atmosphäre Zoe begann mit den (Kampf)hähnen um die Aufweckzeit zu wetteifern, zogen wir weiter südlich nach Candidasa.

Mittwoch, 20. März 2013

Lovina

Ein Ressort für uns allein

Als wir bereits einige Zeit am Zentrum Lovinas vorbei gefahren waren und Joko auf die Frage, wie weit denn noch, ein zweites Mal mit „just five minutes“ geantwortet hatte, schauten wir uns leicht irritiert an. Wenig später wurden wir freundlich im Hotel begrüßt, aber außer dem Personal entdeckten wir keine weiteren Gäste. Die Händler am Strand machten lautstark und heftig gestikulierend auf sich aufmerksam und sie bestätigten, dass das Geschäft aufgrund fehlender Touristen nicht läuft. Des einen Freud, des anderen Leid, waren wir über diesen Umstand nicht böse, hatten wir doch fast einen Tag lang ein Ressort mit Pool, Restaurant und Garten für uns.


Während Zoe in Kuta lediglich mit am Tisch saß, sich in Ubud zaghaft an Toastbrot wagte, schlürfte sie uns hier in Lovina bereits den Fruchtcocktail weg.


Moped, Buddha und heilige Quellen

An balinesische Fortbewegungsverhältnisse angepasst, brausen wir zweirädrig zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Zum malerischen buddhistischen Tempel Brahma Vihara Ashrama, der sich in den Bergen vor der Hektik der Hauptstraße versteckt und zu heiligen heißen Quellen (Air Panas), in den wir uns mit vielen Balinesen in Freibadatmosphäre von Sünden und Krankheiten reinwuschen. 


Den entspannten Tag beschlossen wir mit einem Abendessen bei Sonnenuntergangsstimmung am schwarzen Strand Lovinas. In diesem besonderen Moment, der das I-Tüpfelchen des Tages darstellte, wurde uns einmal mehr bewusst, wie wertvoll unsere Dreisamkeit, noch dazu fernab vom verschneiten Deutschland und unserem Alltag, ist. Nur Sandfliegen vermochten es diesem Abend ein Ende zu setzen.

Schnorchelausflug

Da frühe Vögel Fische sehen, machten wir uns am Morgen nach unserem Mopedausflug auf in den Westen Balis. Hier im Taman Nasional Bali Nationalpark erlebte Zoe ihre erste Bootsfahrt auf dem Ozean zur Insel Barat Menjangan. Als Kulisse für die Bootsfahrt dienten nicht weniger als das klares blaues Wasser, strahlend blauer Himmel, die Berge Balis und die Vulkane Javas, die sich aus dem Meer erhoben. Auf dem steinigen Strand der Insel schlugen wir unser Lager für die nächsten vier Stunden auf und erschnorchelten die bunte Unterwasserwelt, die sich eindrucksvoll an einer steil abfallenden Riffwand präsentierte.


Delphinmorgen macht glücklich