Für unseren Küstenwechsel, vom Karibischen Meer zum Atlantik, führte unsere Route quer über die Insel durch das Bergland, die Cordillera Central, in dem u. a. der höchste Gipfel der Karibik, der Pico Duarte mit 3.087 Metern, aufragt. Einst undurchdringlicher Rückzugsort für Piraten, ist sie heute „die Schweiz“ der Insel. Berge, Flüsse und kühlere Temperaturen veranlassen die, die es sich leisten können, hier ihre Ferienhäuser entfernt der Küsten zu errichten.
Aufgrund der kurvigen Straße, war das Erreichen für uns auch wieder kurz vor der Plastetütennutzungsgrenze. Aber bereits beim Abendbrotstopp, welchen wir auf dem Fußweg in unser mitten im Wald gelegenes Ferienhäuschen einlegten, kamen Appetit und Laune wieder zurück.
Unser Refugio mitten im Dschungel, aber direkt neben vielen, lauten Federtierchen, zelebrierten wir mit einem Terrassenfrühstück und nutzten ausgiebig den Sandwichmaker. Ava und Zoe richteten ihr eigenes Schlafzimmer häuslich vor und bauten das nahe gelegene Baumhaus zu einem Schönheitssalon um.
Das erste Abenteuer war unser anschließender Gang zum Supermarkt entlang der Hauptstraße, die sich wie eine lärmende, stickige Schlange durch das Tal schlängelt und mitreißt, was bzw. wer sich auf ihr befindet.
Als Gegenprogramm wanderten wir am Nachmittag zum ca. 5 Kilometer entfernten Salto de Baiguate und stellten fest, dass überall, wo man wandern kann, auch motorisierte Gefährte unterwegs sein würden. Dennoch waren wir von der üppigen Vegetation und der Vielfältigkeit der Farbe Grün begeistert. Am folgenden Tag hatten wir für die Mädels in unserer Vorstellung einen Ausritt, „nicht auf der Straße“ und „entlang des Flusses“, mit einem Tourguide vereinbart. Sie ritten dann allerdings urban, teilweise begleitet von einem zweiten Guide auf dem Moped, zum Fluss und zurück. Dieser Unterschied zwischen Vorstellung und Realität ließ uns die ursprünglich geplante größere Wanderung zum El Mogote streichen. Als Alternativprogramm erkundeten wir Jarabacoa, schnabulierten Eis und chillten am Abend auf der Terrasse mit „Emily in Paris“.
Am kommenden Morgen reihten wir uns in eine große Traube von Weiterreisenden ein, um unseren Küstenwechsel abzuschließen und in eine andere Welt am Atlantik einzutauchen.




























































