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Mittwoch, 23. März 2011

Trinidad Tobago

Im Polstersitz der Fähre von Venezuela nach Trinidad erlebten wir unseren lauschigsten Grenzübergang der bisherigen Reise. Am Fährhafen wurden wir nachts von einem freundlichen Moslem mitgenommen und fast vor die Tür unseres Zimmers in einer Villa im Südstaatenstil gefahren. Auf unsere Nachfrage wegen Bezahlung zeigte er nur Richtung Himmel und entließ uns mit einem Lächeln. Dieser ersten positiven Überraschung folgten, auf unseren ersten Schritten in der Karibik, weitere.

Gänsehaut hatten wir bei der Amtseinweihung des neuen Erzbischofs als aus der Trinity Cathedral ein Bob Marley Lied auf der Orgel erklang. Wir rieben unsere Bäuche nach dem Kantinenbesuch um die Ecke, wo wir mit schick gekleideten Trinis kricketschauend das beste Essen seit Langem, eine Kombination aus afrikanisch, asiatisch, kreolischer Küche, verdrückt hatten. Unsere Münder brannten von der süß-scharfen Mischung aus Mango und Chilli beim Genuss der einheimischen Spezialität, Double, auf der Straße, freundlicher Plausch mit den Jungs am Stand inklusive. Nicht still halten konnten wir angesichts der sexy kreisend-schüttelnden Bewegungen zu Reggea, Soca und Calypso im Club. „We know how to party“ hörten wir nicht nur einmal von diesem karnevalerprobten Volk.


Obwohl uns Reiseführer und andere Reisende vor Trinidad gewarnt hatten, es sollte gefährlich und touristisch weniger erschlossenen, blieben wir länger als geplant in Port of Spain. Die Hauptstadt eignete sich hervorragend für verschiedene Ausflüge und an unserem letzten Tag beobachteten wir im zweitgrößten Mangrovenfeuchtgebiet unter anderem in der Abendsonne leuchtende Schwärme des roten Ibis, welcher Nationalvogel ist.


Zu guter Letzt fuhr uns unser Vermieter noch im strömenden Regen bis direkt zur Eingangshalle der Fähre, die uns achterbahngleich turbulent nach Tobago brachte.

Kaum auf der Insel angekommen und bei Sandy´s eingecheckt, beantworteten wir die Frage unseres freundlichen Taxifahrers „Do ya wanna shake a leg tunight“ mit „Yeah man!“ bei der „Sunday School“, der wöchentlichen Straßenparty in dem kleinen Hafendorf Buccoo im Westen der Insel. Energievolle Musik wurde live mit steel pans begleitet, Männer machten trotz Ring vor Krissi keinen Halt, lokales Bier, Rum und small talks hielten uns bis in die frühen Morgenstunden munter. Das wunderbare Wasser der karibischen See, das wir in Trinidad bereits angetestet hatten, und der herrliche Palmenstrand versorgten uns tags darauf mit neuer Energie.


Mit den ersten karibischen Eindrücken - entspannte, freundliche Bewohner, genialer Dialekt, grüne Hügel, weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, leckeres Essen, bewegende Rhythmen, blauem Himmel und der richtigen Temperatur - stiegen wir in den Flieger nach Grenada und waren sehr glücklich, dass wir dieses Paradies in den letzten Wochen unserer Reise genießen können.