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Mittwoch, 16. März 2011

Von Südamerika zu neuen Ufern

In Rio Carribe sind wir am nördlichsten Punkt unserer Südamerikadurchquerung und an der Karibikküste angekommen. Wir blicken auf sieben Länder mit seinen unterschiedlichen Bewohnern, Traditionen, Geschichten, Musik, …, atemberaubende Natur und die längsten Busfahrten unseres Lebens zurück. Das unbekannte Terrain Südamerika hat sich für uns in den letzten fünf Monaten zu einem bunten Länderteppich verwandelt, der mit jeder Faser einen anderen Klang erzeugt. Bei genauem Hinsehen ist dieser vertrauter als erwartet, denn Spanier und Portugiesen haben viele ursprüngliche „Stofffetzen“ rausgerissen und ihre hinterlassen. Für ein Wiederkommen ist ausreichend Stoff vorhanden.



Nach Europa, Asien und Südamerika schiffen wir uns morgen zur letzten Etappe ein und bahnen uns, beginnend mit Trinidad, abschließend mit Kuba, unseren Weg entlang einiger Inseln der Karibik.

P.S. Danke Danny...;)

Sonntag, 13. März 2011

Abstecher in Venezuela

Auf dem Weg von Brasilien in die Karibik durchquerten wir Venezuela von Süden nach Norden in den tiefkühlgleich klimatisierten Bussen frierend. In der Gran Sabana bogen wir von der Hauptstraße ab, flogen im Charterflugzeug nach Canaima, ein Dorf, dass auf dem Landweg nicht erreichbar ist.


Nach einem wunderschönen Flug über die grüne Landschaft mit Tafelbergen, von denen Wasser fällt wandelte sich die Tour in einen Ausflug der etwas anderen Art. Beim nachmittäglichen Erkunden der Umgebung und der Sapo Falls, hinter denen wir halb nackt entlanggingen, zogen zwei Russen aus unserer Gruppe und ca. 30 Andere aus weiteren Gruppen bereits Alkoholfahnen mit sich. Als einer von Ihnen im Suff im Strudel des Wasserfalls schwimmen ging, war das Fass für die Nationalparkwächter übergelaufen und nach Diskussionen mit unseren alkoholisierten Mitreisenden wurden nicht sie vom Trip ausgeschlossen, sondern die Guides suspendiert. In der Folge bekamen wir am nächsten Tag einen noch jungenhaften Führer und Alkoholkontrollen verpasst. Nach scheinbar endlosen vier Stunden im Boot, waren wir komplett durchnässt und standen in der Dämmerung vor den höchsten Wasserfällen der Welt.

Die Nacht in der Hängematte zu Füßen der Wasserfälle war sehr schön und die Angel Falls waren beeindruckend. Die Tour selbst war anstrengend, eindeutig zu nass für diese Jahreszeit und unseren Geschmack. Einige russische Touristen benahmen sich leider wie es in einem Vorurteilsbuch stehen würde. Die mitreisenden Venezolaner und Mexikaner glichen dies aber mehr als aus und verrieten uns eine Menge über Venezuela, seine Probleme und warum sie dieses Land trotzdem nur ungern verlassen würden.