Montag, 13. Dezember 2010

Frieden und Downhill

Der erste Blick auf La Paz, was übersetzt Frieden bedeutet, raubte uns den Atem. Lag es daran, dass die Hauptstadt Boliviens eingezwängt in einem Canyon liegt und versucht über seine Berghänge hinaus zu wachsen, an der Höhe oder der schlechten Luft? Wahrscheinlich war es ein wenig von allem, auf jeden Fall ließen uns die typischen Hauptstadterscheinungen wie rüder Verkehr, Smog und Lärm La Paz nur zwei Tage lang erkunden.

Die „WMDR (world most dangerous world)“ soll es sein und war sie sicher zu Zeiten als auf ca. drei Metern Breite beidseitig sämtlicher Verkehr aus dem Norden Boliviens nach La Paz auf ihr rollte. Von Kriegsgefangenen mühevoll in den bis zu 600 Meter abfallenden Fels gehauen werden die 64 Kilometer auf denen man 3.600 Höhenmeter überwindet als „Death Road“ bezeichnet. Heute für den „normalen“ Verkehr geschlossen, heizen Touristen auf Mountainbikes auf ihr hinab. Wir auch!


Frieden fanden wir, wenn auch mit schmerzenden Hintern, bei der Abkühlung im Pool in Boliviens tropischen Coroico. Hier genossen wir am dritten Advent Pizza und Bier auf dem beschaulichen Marktplatz, guckten Leute und mit Flip Flops an den Füßen schweiften unsere Gedanken ins verschneite Deutschland.

Ein flaues Gefühl von „Death Road“ befiel uns im mit 16 Personen voll besetzten Mini-Bus auf der neuen, regennassen und nebeligen Straße zurück nach La Paz, von wo aus wir aus in den bolivianischen Süden aufbrechen wollen.

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