Sonntag, 26. Juni 2016

Wechselvolle, leuchtende Wochen

Wehmütig aber glücklich sitzen wir am letzten Sonntag, bevor Martin nach der letzten gemeinsamen Elternzeit wieder arbeiten geht, an diesem Blogeintrag und schauen auf eine wunderbar wechselvolle Zeit zurück. Wechselnde „Konstellationen“ und Wetterlagen fädelten unsere Zeit zu unterschiedlich großen und farbenprächtigen Perlen auf ein Kette, die wir in Erinnerung gern tragen.

Die letzten Maitage erlebten wir in Vierer-Konstellation zu Hause mit reichlich Spiel und Sport und Martin verabschiedete sich dann nach Bayrischzell, um mit „den Jungs“ für eine Woche die Alpen per MTB zu überqueren (Route: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=mevxructzitlzxaa).

  
  
  

Die Mädels quartierten sich bei Oma Gela in Dresden ein. Während sich die Biker Kilometer für Kilometer der gut 520 und Höhenmeter für Höhenmeter der gut 16.400 durch die Alpen arbeiteten, am Krimmler Tauern mit den Rädern auf dem Buckel und reichlich Schnee um Füße und Waden, wanderte die Dresdner Fraktion, erweitert um Christine, Philip, Laurenz und Ruben, durch den Großen Garten, über Indoor- und Outdoorspielplätze, fuhr mit der Parkeisenbahn, spielte Verstecken, Ball, Anna und Elsa Quartett und schaufelte reichlich Eis in die Bäuche.

  
   
    
  
  

Der auf Etappe eins gefasste „Plan“ auf der Alpentour fünf Kilo abzunehmen, wurde durch leckere südtiroler und später italienischen Genüsse durchkreuzt. In Sachsen wurde ebenfalls Gelas Hausfrauenkost (Gela, Deine Hochzeitssuppe ist einfach die beste!), Köttbullar bei Ikea oder Vietnamesisch in der Dresdner Neustadt geschlemmt. Sowohl beim Alpen überqueren als auch während der Zeit mit vier Kindern „am Start“ kamen die ProtagonistInnen ins Schwitzen, die Aktionen selbst jedoch hinterlassen aber ein unglaublich gutes Gefühl.

Trotz des Zirkus`, welchen es bedeutet ein Fahrrad aus Italien mit der Bahn zurückzutransportieren, hätte Martin große Lust die Tour in drei Jahren zu wiederholen, die Terminplanung mit Renas Geburtstagsnachfeier mit Baden im Sedlitzer See und Kinderschminken und der Party in Uhyst mit lebendigem Kindergewimmel muss hierfür besser abgestimmt werden.

    
  
  

Zu den letzten knapp drei Stunden unseres sechsten Hochzeitstages, holte Krissi, den sonnigen Vormittag hatte sie mit den Mädels, Mecki und Uwe am Bautzener Stausee verbracht, ihren Ehemann am Dresdner Bahnhof ab und wir konnten mit Sushi, Weißweinschorle und anschließendem Cocktail Wiedersehen und Jubiläum feiern. Ein Hoch auf Oma Mecki und Opa Uwe, die unsere zwei Mädels ins Bett gebracht haben, obwohl Zoe so gern mit zum Bahnhof gefahren wäre, bei „Mama, ich liebe dich doch“ als Argument fiel es Krissi sehr schwer ohne sie loszufahren.

   

In wiedervereinter Vierer-Konstellation begannen wir die Woche ruhig in Salzenforst, um in den kommenden Tagen zu „Pflichtterminen“ (Zahnarzt, Frisör, Shopping) auszuschwärmen, einen trotz Missys Tod schönen Abstecher nach Eichow zu Margot, Wilhelm, Lydia und Louis zu machen. Martin bekam darüber hinaus noch zweimal „frei“, um ein Kulturgeburtstagsgeschenk von Mecki und Uwe im Dresdner Schauspielhaus einzulösen und nach sechsjähriger Abstinenz mit Markus auf die Rolle zu gehen – schön war´s.

Für Zoe gab es von Oma Mecki und Opa Uwe noch eine Puppentheaterüberraschung - den gestiefelten Kater mit anschließender Arbeitsplatzbegehung von Oma Mecki. Ava ließ sich währenddessen stolz wie Bolle und quietschvergnügt auf dem Fahrrad sitzend über den Wendehammer schieben.

   
   

Ein Weihnachtsgeschenk wurde in Hinterhermsdorf eingelöst. In großer Gruppe machten wir uns nach ausgiebigem gemeinsamen Frühstück bei stärker werdendem Regen auf und bezogen um die Mittagszeit geräumige Ferienwohnungen inmitten der malerischen Sächsischen Schweiz. Die Erkundung der Umgebung zu Fuß verschoben wir und gingen zusammen überdacht spielen, kickern, balancieren... Pünktlich zum späten Nachmittag riss der Himmel auf und wir rollten die Tischtennisplatte raus, starteten den Grill und zündeten den Feuerkorb an. Der Abend gestaltete sich kurzweilig mit Kinderliedern,  „Weißt Du noch“ – Geschichten und Feuerfachsimpelein. Den Sonnenschein des kommenden Vormittags nutzten wir ausgiebig für das Frühstück in der Natur und eine kleine Wanderung zur Waldhusche. Pünktlich vor dem erneuten Gewitter verabschiedeten wir uns und drei von HerrmAnnZ machten einen kurzen Mittagsschlaf im Doppelstockbett - herrlich.

  
  

Die kurze Erholung war erforderlich, denn die nächsten Programmpunkte des Tages standen auf der Agenda: quirlige Viererkinderbande in Ortrand und geselliges Wiedersehen mit Schulfreunden für Krissi beim zwanzigjährigen Klassentreffen.

  

Sonntags drehten wir auf der BRN noch einmal auf, um Montag Abend wieder in die hessische Heimat zu düsen, hier die letzten Tage der Elternzeit familiär zu verbringen und die Erlebnisse zu sortieren, bevor der Alltag mit seinen Zeitfressern und Routinen wieder beginnt.

Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch.

- Franz Grillparzer -


p.s. Wie macht die Ava? Aaaaah! :)